Adriano Celentano – Für die Italiener mehr als nur ein Sänger

  Adriano Celentano – Für die Italiener mehr als nur ein Sänger Wenn man über Italien spricht, kommt man an Adriano Celentano kaum vorbei. Für viele Italiener ist er nicht nur ein Musiker, sondern ein echtes Stück Kulturgeschichte – jemand, der Musik, Film und Persönlichkeit auf eine Weise verbindet, wie es nur wenige schaffen. Steckbrief: Wer ist Adriano Celentano? Geboren: 6. Januar 1938 in Mailand , Italien Beruf: Sänger, Schauspieler, Songwriter, Regisseur, Moderator Bekannt für: Rock’n’Roll in Italien, Filmkomödien, unverwechselbare Stimme, exzentrische Bühnenauftritte Werdegang: Vom jungen Musiker zum Kultstar Celentanos Karriere startete in den 1950er-Jahren. Rock’n’Roll war damals noch neu in Italien, und Adriano brachte frischen Wind mit – mit Haaren, die wild standen, und Songs, die ins Herz gingen. Sein Durchbruch kam 1958 mit „Il tuo bacio è come un rock“. Danach ging alles rasant: Singles, TV-Auftritte, erste Filme. In den 1960er- und 1970er-Jahren e...

Ultra-Kriminalität in Mailand: Razzien erschüttern Fußballarenen

 Mailand – Ein neuer Skandal erschüttert den italienischen Fußball. In der Metropole Mailand haben umfangreiche Polizeiaktionen die kriminellen Machenschaften in den Fan-Szenen von Inter Mailand und AC Mailand aufgedeckt. Mehrere Anhänger beider Vereine, die sich sportlich spinnefeind gegenüberstehen, wurden festgenommen – der Vorwurf: organisierte Kriminalität, die mit Mafia-ähnlichen Methoden betrieben wird.

Kriminelle Geschäfte rund um Tickets

Im Zentrum der Ermittlungen steht der illegale Verkauf von Eintrittskarten. Die Polizei ermittelte, dass führende Mitglieder der Ultra-Gruppierungen beider Vereine in die lukrativen Schwarzmarkthandel von Tickets involviert sind. Durch abgehörte Telefonate wurde klar, dass es nicht nur um kleine Deals ging, sondern um organisierte Verbrechen, bei denen möglicherweise auch Funktionäre der Vereine involviert sind. Es steht der Verdacht im Raum, dass leitende Angestellte der Klubs von den Ultras erpresst wurden, um an die begehrten Kartenkontingente zu gelangen. Ob die Vereinsführungen sich dem Druck beugten oder gar aktiv mit den kriminellen Elementen kooperierten, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Rivalität endet bei illegalen Geschäften

Sportlich sind die Fans von Inter und AC Mailand erbitterte Gegner, doch wenn es um illegale Geschäfte geht, scheint die Feindschaft keine Rolle zu spielen. Ultras beider Vereine sollen zusammengearbeitet haben, um ihre kriminellen Aktivitäten zu maximieren. Diese Enthüllungen werfen ein düsteres Licht auf die Ultra-Szene, die nicht nur durch ihre gewaltbereite Fankultur, sondern auch durch ihre finanziellen Interessen in den Fokus gerät. Es wird immer deutlicher, dass die Ultra-Bewegung in Italien, die ursprünglich als Ausdruck leidenschaftlicher Fankultur verstanden wurde, zunehmend von kriminellen Gruppen unterwandert wird.

Ein italienisches Phänomen oder auch in Deutschland?

Die kriminellen Verstrickungen der Ultras werfen die Frage auf, ob dieses Phänomen auf Italien beschränkt ist oder ob auch andere Länder, insbesondere Deutschland, betroffen sind. In Deutschland ist die Ultra-Szene ebenfalls ein fester Bestandteil der Fußballkultur, jedoch ist dort eine ähnliche kriminelle Durchdringung bislang nicht in diesem Ausmaß bekannt. Zwar gibt es auch in Deutschland Gewaltprobleme und Schwarzmarkthandel rund um Fußballspiele, doch das Ausmaß der kriminellen Strukturen scheint geringer zu sein.

Ein wesentlicher Unterschied ist die gesellschaftliche und historische Verankerung der Mafia in Italien, die als eine der größten kriminellen Organisationen des Landes gilt. In Deutschland gibt es zwar kriminelle Netzwerke, jedoch fehlt der starke mafiöse Hintergrund, der in Italien eine entscheidende Rolle spielt.

Weitere Ermittlungen laufen

Die italienischen Behörden stehen unter großem Druck, die Verbindungen zwischen den Ultra-Gruppen und den Vereinen weiter aufzuklären. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob sich die Vorwürfe der Erpressung, Nötigung und Korruption bestätigen. Die Festnahmen und Razzien zeigen jedoch bereits, dass die Grenzen zwischen Fankultur und organisierter Kriminalität in Italien immer weiter verschwimmen.

Die Enthüllungen aus Mailand könnten auch in anderen Ländern die Diskussion über die Rolle der Ultras neu entfachen. Vor allem die Frage, ob Vereine von den kriminellen Machenschaften ihrer eigenen Anhänger profitieren, wird Fußballfans und Funktionäre weltweit beschäftigen.

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