Olympische Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo

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Olympische Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo Hintergründe, Einordnung und praktische Perspektiven für Beobachter und Reisende Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo markieren eine kleine Zäsur in der Geschichte des Wintersports. Nicht nur, weil Italien nach Turin 2006 erneut Gastgeber ist. Sondern auch, weil dieses Ereignis räumlich verteilt, infrastrukturell neu gedacht und wirtschaftlich eng mit regionaler Entwicklung verzahnt wurde. Für viele Leser eines spezialisierten Blogs zu Sport, Reisen oder europäischer Regionalentwicklung sind genau diese Aspekte interessanter als Medaillenlisten. Dieser Artikel ordnet ein: historisch, praktisch und mit Blick auf Zahlen, die über die reine Sportromantik hinausgehen. Einleitung & Hintergrund Wenn am 6. Februar 2026 das olympische Feuer entzündet wird, verteilen sich Wettkämpfe über mehrere norditalienische Regionen. Mailand dient als urbanes Zentrum, während Cortina d’Ampezzo und weitere...

Verkehr, Fernverkehr, Nahverkehr, Radverkehr

 

Verkehr

Fernverkehr

Autobahn

Mailand ist Italiens größter Verkehrsknotenpunkt. Hier kreuzen sich die Autobahnen A1 (nach Rom und Neapel), A4 (TurinTriest), A7 (nach Genua) sowie die A8/A9 (Verbindung zur Schweiz). Sie münden allesamt in die Mailänder Ringautobahn, die sich aus den Autobahnen A50 (Westtangente), A51 (Osttangente) und A52 (Nordosttangente) zusammensetzt. Aufgrund von Luftverschmutzung und Verkehrsstaus wurde 2008 an Wochentagen eine City-Maut für Pkw, Lkw und Reisebusse eingeführt.

Eisenbahn

Der Eisenbahnknotenpunkt umfasst unter anderem den 1931 eröffneten monumentalen Kopfbahnhof Milano Centrale und im Osten an der Strecke nach Venedig einen großen Rangierbahnhof (Milano Smistamento). Weitere Fernbahnhöfe Mailands sind Milano Porta GaribaldiMilano Rogoredo und Milano Lambrate. Auf Fernverkehrsebene sind von Mailand aus unter anderem ZürichRom und Neapel direkt erreichbar, auf regionaler Ebene besteht Anschluss an viele größere Städte Norditaliens wie Brescia und Bergamo.

Flugverkehr

Mailand wird durch die internationalen Flughäfen Linate und Malpensa einerseits sowie auch Orio al Serio bei Bergamo bedient. Malpensa stellt dabei ein interkontinentales Drehkreuz dar, während der sehr nah an der Innenstadt am Stadtrand gelegene Flughafen Linate überwiegend für den inländischen (insbesondere die Verbindung Mailand–Rom) und europäischen Flugverkehr genutzt wird. Der Flughafen Mailand-Bergamo in 45 km Entfernung von Mailand wird vor allem von Low-Cost-Airlines wie Ryanair angeflogen und von diesen meist als Mailand-Orio al Serio vermarktet.

Nahverkehr

Metropolitana di Milano, Stazione Garibaldi

Die lombardische Eisenbahngesellschaft Trenord betreibt ein S-Bahn-Netz in der Metropolregion. Der öffentliche Personennahverkehr wird unter anderem durch die städtische Nahverkehrsgesellschaft ATM Milano durchgeführt.

Mit der Straßenbahn Mailand besitzt die Stadt eines der größten Straßenbahnnetze Europas. Mit dem sogenannten Typ 1928 sind in Mailand noch heute Vorkriegs-Straßenbahnwagen nach US-Bauart im Einsatz, gebaut zwischen 1928 und 1930. Ergänzt wird die Straßenbahn vom Oberleitungsbus Mailand.

Der Schienenschnellverkehr wird mit M-S-R gekennzeichnet – diese Buchstaben stehen für die U-Bahn (Metro), die S-Bahn (Linee Suburbane) und den Regionalverkehr.

Radverkehr

Seit dem Jahr 2008 werden vermehrt Radwege in Mailand ausgebaut, um Stau und Luftverschmutzung zu bekämpfen. Während der COVID-Pandemie wurden 2019 weitere 35 km Pop-Up-Radwege kurzfristig eingerichtet, um entlang von Hauptachsen wie Corso Buenos Aires die U-Bahn zu entlasten. Die Radfahrer-Zahlen sind dadurch stark angestiegen (beispielsweise Corso Buenos Aires jetzt 10.000 Radfahrer am Tag, vorher 3000).[18]


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