Die teuerste Straße der Welt 2026: Via Montenapoleone in Mailand

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Die teuerste Straße der Welt 2026: Via Montenapoleone in Mailand Mailand hat in der internationalen Preisrangliste das geschafft, wovon jede Metropole träumt: Die Via Montenapoleone ist im Jahr 2026 die teuerste Einkaufsstraße der Welt – gemessen an den Spitzenmieten für Ladenflächen. Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet in der italienischen Modehauptstadt diese Auszeichnung steht. Aber wie kam es dazu? Und was bedeutet das konkret für Händler, Besucher und Stadtleben? Die teuerste Straße der Welt 2026: Via Montenapoleone in Mailand Ein kurzer Blick zurück: Geschichte und Bedeutung Die Via Montenapoleone ist seit dem 19. Jahrhundert ein Symbol für feinste Handwerkskunst und Mode. Ursprünglich war sie eine eher elegante Stadtstraße im Herzen Mailands, doch im 20. Jahrhundert wandelte sie sich zur ersten Adresse für internationale Modehäuser. Heute ist sie Teil des sogenannten Quadrilatero della Moda , dem Modeviereck, das Mailand weltweit auf die Luxus‑Landkarte setzt. Die Straße...

Es war nicht Hitler! Die wahre Geschichte der ersten Autobahn

 Die erste Autobahn der Welt wurde in Italien gebaut – vor 100 Jahren, im September 1924.

Die Legende, Adolf Hitler habe die erste Autobahn errichten lassen, hält sich hartnäckig. Doch das ist nichts als ein Mythos. Die wahre Geschichte beginnt in Italien, und zwar viel früher, als man denkt.

Am 21. September 1924 wurde die weltweit erste echte Autobahn zwischen Mailand und Varese, einer 50 Kilometer nördlich gelegenen Stadt, feierlich eröffnet. Dieses moderne Straßenprojekt war die Idee eines Visionärs: Piero Puricelli, ein italienischer Ingenieur und Senator. Er träumte von einer neuen Art von Straße, die speziell für den motorisierten Verkehr gebaut werden sollte – eine Bahn für Autos, eine „Autobahn“.

Der Bau der Autobahn: Ein Pionierprojekt

Die Strecke von Mailand nach Varese war damals eine Sensation. Anders als die kurvigen, engen Landstraßen, die man kannte, war diese neue Straße breit, geradlinig und auf Geschwindigkeit ausgelegt. Sie diente ausschließlich Autos und LKWs – Pferdefuhrwerke und Fahrräder hatten keinen Zutritt. Dies war revolutionär in einer Zeit, in der das Automobil noch in den Kinderschuhen steckte.

Die Entscheidung, eine solche Straße zu bauen, hatte nicht nur technische Gründe. Italien war damals stolz auf seine Automobilindustrie, und der Bau der Autobahn sollte auch wirtschaftliche und industrielle Impulse setzen. Puricelli glaubte, dass solche Straßen das Rückgrat einer modernen Nation sein würden, und der Erfolg dieser ersten Strecke sollte ihm recht geben.

Warum Italien und nicht Deutschland?

Während Hitler später die Autobahnen in Deutschland groß bewarb und sie als Propaganda-Instrument nutzte, war Italien bereits in den 1920er Jahren führend, was die Straßeninfrastruktur angeht. Das lag unter anderem an der geografischen Lage Italiens und dem Wunsch, die verschiedenen Regionen des Landes schneller zu verbinden. Vor allem aber war es der technische Fortschritt, den Männer wie Piero Puricelli vorantrieben, der Italien zum Vorreiter machte.

Fakten und Kurioses zur ersten Autobahn

  • Länge und Kosten: Die Strecke Mailand–Varese war etwa 50 Kilometer lang und kostete damals etwa 90 Millionen Lire, was heute einem Millionenbetrag entsprechen würde.
  • Mautstraße: Anders als viele heutige Autobahnen musste man bereits damals eine Maut entrichten, um die Baukosten wieder hereinzuholen.
  • Keine Geschwindigkeitsbegrenzung: Anders als heute gab es auf der ersten Autobahn keine Geschwindigkeitsbeschränkung – die Fahrer konnten Gas geben, wie sie wollten. Damals allerdings erreichten Autos selten Geschwindigkeiten über 70 km/h.
  • Prominente Nutzer: Auch der italienische König Viktor Emanuel III. befuhr die Strecke, um sich ein Bild von diesem neuen technischen Wunderwerk zu machen.

Es mag also sein, dass Hitler das deutsche Autobahnnetz ausgebaut hat – aber die erste Autobahn? Die stand in Italien!

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